Erfolg der Schulungen 

Flächendeckendes Angebot

Von den 320 bisher geschulten Ärzten, können innerhalb der Steiermark mehr als 270 nun Patientenschulungen anbieten. Damit kann ein flächendeckendes Angebot im gesamten Bundesland sicher gestellt werden. Diese Schulungen werden für Typ 2 Diabetiker ohne Insulin ebenso angeboten, wie für jene Patienten, die Insulin spritzen.

Bisher geschulte Patienten

Seit Projektbeginn im November 2000 konnten mehr als 5.000 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 eine Schulung in Anspruch nehmen. Nach einem Jahr kommt es zu einer Nachschulung zur Auffrischung des Wissens. Diese haben bisher etwa 2.000 Patienten in Anspruch genommen.

Veränderung medizinischer Parameter

Die Veränderungen der Laborwerte wurden ein Jahr nach der Schulung erhoben und konnten deutliche Verbesserungen aufweisen. So konnte der Anteil der Patienten, die einen HbA1c-Wert unter 8% erreichen, von 67,7% der Patienten vor der Schulung auf 77,8% nach der Schulung angehoben werden. Das Gewicht und die Blutfettwerte konnten im Durchschnitt ebenso gesenkt werden.

Die Auswirkungen der Patientenschulung auf die Entwicklung der Spätkomplikationen können mit Realdaten erst nach vielen Jahren der kontinuierlichen Beobachtung gemessen werden. Mit so genannten Markov-Modellen können genau diese Ergebnisse aus den Laborwerten relativ genau geschätzt werden. Diese Methode ist international anerkannt und in der Gesundheitsökonomie oft verwendet.

Aufgrund der Berechnungen kann man von folgenden Ergebnissen ausgehen:

  • Die häufigste Todesursache bei Diabetikern sind kardiovaskuläre Erkrankungen, wie ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall, zu denen eine langjährige Hypertonie oftmals noch beiträgt. Die Berechnungen zeigen, dass die Zahl der kardiovaskulär bedingten Todesfälle reduziert werden kann. In Summe werden durch die Schulung der Patienten bei 5.000 Patienten 163 Todesfälle innerhalb von 10 Jahren verhindert.
  • Auch die kardiovaskulären Ereignisse ohne Todesfolge gehen unter den geschulten Patienten stark zurück. Die Gesamtreduktion von 347 Fällen bei 5.000 Patienten entspricht einer Gesamtreduktion um 9,7%.
  • Durch die Schulung können in Summe bei 5000 Patienten über 10 Jahre 245 schwerwiegende Augenschäden verhindert werden und die Gesamtzahl an durch die Schulung verhinderten Nierenschädigungen beträgt 220.
  • Die Zahl der Fußkomplikationen ist sehr stark von der Regelmäßigkeit und der Sorgfalt bei der Untersuchung der Füße und der Art der Wundbehandlung abhängig. Darauf wurde sowohl bei der Schulung der Patienten als auch bei der Schulung der Ärzte besonders hingewiesen. Die Fußkomplikationen zeigen verglichen mit anderen Komplikationen die größte Reduktion, die innerhalb des Schulungsprojektes für nicht insulinpflichtige Typ 2-Diabetiker erreicht werden konnte
  • Die Betreuungskosten über 10 Jahre gehen bei geschulten Patienten um etwa 774€ pro Patient zurück. Damit werden die Zusatzkosten für die Schulung selbst und das intensivere Krankheitsmanagement nicht nur ausgeglichen, sondern sogar überkompensiert. Die Gründe dafür sind vor allem geringere Kosten bei Fußkomplikationen und Nierenkomplikationen durch eine Reduktion dieser Spätkomplikationen durch die strukturierte Schulung.
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News

Factsheet FQSD-Ö
16.07.09 - Den FQSD-Factsheet können Sie hier herunterladen...

Gewinner des SALUS 2009!
10.07.09 - Das Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie hat den Steirischen Preis für Qualität im Gesundheitswesen erhalten.

Danke für die Unterstützung!
07.02.08 - Wir danken Roche GmbH, Eli Lilly GmbH und sanofi-aventis GmbH für die freundliche Unterstützung im Jahr 2007.

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