Health 21 - das Rahmenkonzept "Gesundheit für alle" für die Europäische Region der WHO

 

Die 51 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO haben sich seit 1980 auf einen gemeinsamen Rahmen für die gesundheitliche Entwicklung geeinigt, der klare Ziele setzt und Strategien beschreibt, die als Orientierungshilfe bei der Umsetzung der nationalen gesundheitspolitischen Konzepte in praktische Programme dienen kann.

Die jetzige aktualisierte Fassung wurde im September 1998 vom WHO-Regionalkommittee für Europa gebilligt und gibt die Agenda bis zur nächsten, für 2005 geplanten, Revision vor.

Ds konstante oberste Ziel der GESUNDHEIT 21 ist, für alle Menschen in der Region das volle gesundheitliche Potential zu erreichen - und zwar durch die Verfolgung von zwei Hauptzielen:

  • Förderung und Schutz der Gesundheit der Bevölkerung während der gesamten Lebensspanne
  • Verringerung der Inzidenz der wichtigsten Krankheiten und Verletzungen und der damit verbundenen Leiden

Drei Grundwerte bilden hier die ethische Grundlage:

  • Gesundheit als ein fundamentales Menschenrecht
  • Gesundheitliche Chancengleichheit und Solidarität im Handeln zwischen den Ländern und innerhalb der Länder
  • Partizipation und Rechenschaftspflicht des einzelnen wie auch von Gruppen, Institutionen und Gemeinschaften in Hinsicht auf eine kontinuierliche gesundheitliche Entwicklung

Vier Hauptstrategien wurden gewählt, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche, wirtschaftliche, soziale und politische Nachhaltigkeit die Umsetzung der GESUNDHEIT 21 vorantreibt.

21 Ziele zur "Gesundheit für alle" wurden vorgegeben, die den spezifischen Handlungsbedarf in der gesamten Europäischen Region beschreiben und die die zur Verbesserung der Situation erforderlichen Maßnahmen vorschlagen.

Die GESUNDHEIT 21 sollte Bestandteil der gesundheitlichen Entwicklungspolitik jedes Mitgliedstaats der Region werden, und ihre Prinzipien sollten von allen wichtigen europäischen Organisationen und Institutionen gefördert werden.

Die Europäischen Ziele:

Ziel 1: Solidarität für die Gesundheit in der Europäischen Region

Ziel 2: Gesundheitliche Chancengleichheit

Ziel 3: Ein gesunder Lebensanfang

Ziel 4: Gesundheit junger Menschen

Ziel 5: Altern in Gesundheit

Ziel 6: Verbesserung der psychischen Gesundheit

Ziel 7: Verringerung übertragbarer Krankheiten

Ziel 8: Verringerung nichtübertragbarer Krankheiten (Dieses Ziel beinhaltet die Reduktion der Häufigkeit von Diabetesfolgen um ein Drittel)

Ziel 9: Verringerung von auf Gewalteinwirkung und Unfälle zurückzuführende Verletzungen

Ziel 10: Eine gesunde und sichere natürliche Umwelt

Ziel 11: Gesünder leben

Ziel 12: Verringerung der durch Alkohol, Drogen und Tabak verursachten Schäden

Ziel 13: Settings zur Förderung der Gesundheit

Ziel 14: Multisektorale Verantwortung für die Gesundheit

Ziel 15: Ein integrierter Gesundheitssektor

Ziel 16: Qualitätsbewusstes Management der Versorgung

Ziel 17: Finanzierung des Gesundheitswesens und Ressourcenzuweisung

Ziel 18: Qualifizierung von Fachkräften für gesundheitliche Aufgaben

Ziel 19: Forschung und Wissen zur Förderung der Gesundheit

Ziel 20: Mobilisierung von Partnern für gesundheitliche Belange

Ziel 21: Konzepte und Strategien zur "Gesundheit für alle"

 

 

News

Factsheet FQSD-Ö
16.07.09 - Den FQSD-Factsheet können Sie hier herunterladen...

Gewinner des SALUS 2009!
10.07.09 - Das Forum Qualitätssicherung in der Diabetologie hat den Steirischen Preis für Qualität im Gesundheitswesen erhalten.

Danke für die Unterstützung!
07.02.08 - Wir danken Roche GmbH, Eli Lilly GmbH und sanofi-aventis GmbH für die freundliche Unterstützung im Jahr 2007.

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